Die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs von der Pferdebahn bis hin zum aktuellen Großprojekt Mobilitätsdrehscheibe war von unzähligen Ereignissen geprägt. Wir zeigen Ihnen wesentliche Meilensteine der vergangenen 125 Jahre.
Die Pferdebahn war das erste Massentransportmittel. Das Streckennetz umfasste zunächst rund 16,4 km und führte von Perlach zum Bahnhof. Haltestellen gab es nicht, die Fahrgäste brauchten nur zu winken, um zusteigen zu können.
Die Ära der elektrischen Straßenbahn dauert bis heute an. Zwischen Oberhausen und Göggingen sowie zwischen der Station Perlach und Lechhausen verkehrte die erste elektrische Straßenbahn mit 40 Triebwagen auf 4 Strecken. Die Zahl der Passagiere entwickelte sich sprunghaft. Im ersten Jahr des elektrischen Betriebs beförderte die Straßenbahn bereits knapp 5,5 Millionen Fahrgäste.
Die Stadt Augsburg übernimmt den bis dahin privaten Trambahnbetrieb. Der Fuhrpark des nun „Städtische Straßenbahn Augsburg“ genannten Betriebs bestand damals aus 40 Trieb- und 14 Beiwagen. Beschäftigt wurden 171 Arbeiter und Angestellte.
Ende des Jahres wird der erste Omnibus mit 26 Sitz- und 8 Stehplätzen eingesetzt. Anfangs dienen die Busse nur als Zulieferer und fristeten eine Art Außenseiter-Dasein. Auch die elektrisch angetriebenen Oberleitungsbusse fuhren nur kurze Zeit durch Augsburg. Seit 1995 werden die Augsburger Busse auf umweltschonenden Erdgasantrieb umgerüstet.
Im Zweiten Weltkrieg wird auch das Augsburger Straßenbahnnetz stark beschädigt. Dennoch kann der Fahrbetrieb schon am 06.06.1945 auf einigen Teilstrecken wieder aufgenommen werden.
Die Linien 5 und 6 werden stillgelegt, an Stelle der Straßenbahnen kommen nun Omnibusse zum Einsatz.
Seit gut 100 Jahren ist der Königsplatz der zentrale Verkehrsknotenpunkt Augsburgs. 1976/1977 wurde er aufgrund des immens gestiegenen Verkehrsaufkommens komplett umgestaltet. Das Umsteigedreieck wurde verlegt, der gesamte Platz neu gestaltet. Bis heute blieb er im Wesentlichen unverändert.
Die neue Linie 3, die zwischen Stadtbergen und der Inniger Straße in Haunstetten verkehrt, wird eröffnet.
Im Juli beschließt der Stadtrat den Umbau des Königsplatzes im Rahmen des Großprojekts Mobilitätsdrehscheibe Augsburg. Der Begriff Mobilitätsdrehscheibe umfasst 5 aufeinander abgestimmte Einzelprojekte: Die Umgestaltung des Hauptbahnhofs, den Umbau des Königsplatzes, den Neubau der Straßenbahnlinien 5 und 6 sowie die Verlängerung der Linie 1.
Die Straßenbahn liegt den Menschen in Augsburg sehr am Herzen. Bestes Beispiel dafür ist der Verein der "Freunde der Augsburger Straßenbahn e.V.", der mit seiner vorbildlichen Arbeit die Tradition der Augsburger Tram hochhält und pflegt.
Haben Sie Fragen?
Bodo Voraus
Telefon: 0821/6500-5757
E-Mail schreiben
Sigrid Spindler
Telefon: 0821/6500-5757
E-Mail schreiben



